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Freundeskreis Kloster Lichtenthal e.V.
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Alpenländisches Konzert in der Klosterkirche erwärmt die Herzen der Zuhörer

Großer Erfolg für den Freundeskreis des Klosters Lichtenthal

 

Mit einem Benefizkonzert zugunsten der Kirche des Klosters Lichtenthal kam eine faszinierende alpenländische Stimmung in das „lichte Tal“, welche für das Publikum in dem vollbesetzten Gotteshaus zu jeder Sekunde und zu jedem Takt erlebbar und nachempfindbar war.

Bei ihrer Begrüßung konnte Äbtissin Maria Bernadette Hein in die Augen zahlreicher gespannter und freudiger Zuhörer blicken. Denn Alphornsolist Karlheinz Eisen sorgte bereits zu Beginn für eine Premiere: Zum ersten Mal war in der geschichtsträchtigen Klosterkirche der Klang eines Alphorns zu hören. Mit der Eröffnungshymne Trumpet Voluntary von Jeremiah Clark, begleitet von Rainer Wagenmann an der Orgel, sorgte Eisen für Gänsehautstimmung, welche den Nachmittag über noch öfter zu verspüren war. Ebenso faszinierend trat die Zitherspielgruppe Baden-Baden, angeführt von Willi Hurrle, auf. Ihre Beiträge wie beispielsweise der bekannte Blumenwalzer oder die Tyrolienne aus einer Ratzenrieder Handschrift entstammten dem Volksgut und wurden stimmungsvoll und mit Liebe zur alpenländischen Musik dargeboten.

Rainer Wagenmann beeindruckte mit seinem einfühlsamen Spiel am Akkordeon. Beim Stück Drunt in der Lobau lachte das Glück aus allen Zweigen, bevor sich bei Wien, du Stadt meiner Träume oder auch bei La Montanara abermals Gänsehautmomente boten und Wagenmann durch sein Spiel mit seinem Instrument eins wurde. Ganz im Mittelpunkt des Konzertes stand natürlich das resonante und nicht einfach zu spielende Alphorn. So gab es einige Zwiegespräche der Instrumente. Der weitgereiste Alphornist Eisen arrangierte das Stück Samuel gemeinsam mit der Zithergruppe und brachte im Duett mit dem Akkordeon den Bergland Chilbi zum Besten. Ein weiteres stimmungsvolles Zusammenspiel lieferten sich die Zitherspielgruppe und Rainer Wagenmann mit dem Prinzen Albrecht  und bekannten Melodien von Bayern bis Tirol.

In seiner berührenden Moderation führte der  vielen Baden-Badenern  bekannte Albert Waizenegger von der Klosterschule vom Heiligen Grab  durch das hochkarätige Konzert. Mit tiefgehenden Texten und Psalmen sprach er den Zuhörern Mut  für den Alltag zu und führte so im Gleichschritt zur Musik gedanklich in die Welt der Alpen – heraus aus dem Nebelmeer der grauen Jahreszeit über sonnenerwärmte Höhen in Gottes Natur. Bevor das Publikum mit einigen Zugaben belohnt wurde, bedankte sich die Vorsitzende des Freundeskreises Kloster Lichtenthal, Frau Ursula Lazarus, bei den Künstlern – ihr sei es, wie offensichtlich vielen Besuchern,  warm ums Herz geworden. Nach diesem tiefen, geistlichen und doch auch rhythmischen Nachmittag konnte sich der Freundeskreis im Anschluss über eine Spendensumme von mehr als 14oo Euro freuen, welche in die Renovierung der Klosterkirche einfließen sollen. Aufgrund der großen Resonanz wird das Konzert in Bälde an einem anderen Ort wiederholt, so dass auch diejenigen in den Genuss kommen können, die in der vollbesetzten Klosterkirche keinen Platz mehr finden konnten.



Exkursion des Freundeskreises Kloster Lichtenthal zur Wallfahrtskirche in Lautenbach und zum Bibelgarten in Kloster Neusatzeck

Die Kirche Maria Krönung in Lautenbach im Renchtal, ein Kleinod an gotischer Kunst aus dem 15. Jahrhundert, ist eines der wenigen Bauwerke, das nahezu unangetastet über 500 Jahre erhalten blieb, einschließlich der Altäre und höchst

Den Bibelgarten in Kloster Neusatzeck erläuterte Pfarrer Dr. Udo Hildenbrand. Von Akazien bis zu Zypressen werden 41 Pflanzenarten gezeigt, die zum Teil mehrfach in der Bibel erwähnt werden. Sie waren für die Besucher ein anschauliches Erlbnis von Bibeltexten.



Weihbischof Dr. Michael Gerber besucht Kloster Lichtenthal

Pontifikalamt und Gesprächsrunde anlässlich des 10jährigen Jubiläums des Freundeskreises

 

Der Freundeskreis Kloster Lichtenthal e. V. wurde am 25. März 2006 gegründet, Grund genug mit vielen Gästen und Freunden das 10jährige Jubiläum zu feiern. Denn Ziel und Anliegen des Vereins ist es, die Cistercienserinnen-Abtei Lichtenthal im Gebet, bei der Liturgie und bei geistlichen Aufgaben zu unterstützen. Dies  geschieht durch das Bewahren und das Bekanntmachen des geschichtlichen und kulturellen Erbes, kunsthistorischen Projekten, bei der Veranstaltung von Kirchenkonzerten, Vorträgen und Ausstellungen. Dabei werden konkrete Projekte finanziell gefördert. All das geschieht ehrenamtlich. So feierte der Freundeskreis gemeinsam mit dem Konvent des Klosters diesen besonderen Anlass.

Auf Einladung von Äbtissin Bernadette Hein und der Freundeskreisvorsitzenden Ursula Lazarus war Weihbischof Dr. Michael Gerber zu Gast. Zu Beginn des „Feiertages“ wurde in der vollbesetzten Klosterkirche ein Pontifikalamt gefeiert. In seiner Predigt ging der Weihbischof auf die Herkunft der Cistercienserorden ein. In einer sich anschließenden Gesprächsrunde, die von Anke Hlauschka geleitet wurde, unter dem Titel „Prophetische Existenz? Der Beitrag von Klöstern, Orden und Gemeinschaften für gegenwärtige Fragen von Gesellschaft und Kirche“ sprachen Weihbischof Dr. Michael Gerber,  Äbtissin Bernadette Hein sowie die Vorsitzende des Freundeskreises Ursula Lazarus über die Herausforderungen, Chancen und die Zukunft von Klöstern.

In den noch bestehenden Klöstern sieht Gerber große Chancen, den Fragen der Menschen nach einem sinnvollen Leben und Arbeiten zu begegnen. Deshalb ist er auch dankbar um jeden Nachwuchs und um jedes Interesse für die Klöster. Er wies dabei auf die Frage hin, wie heute „Nachfolge“ in einer pluralen und multioptionalen Gesellschaft funktionieren solle und was es bedeute, einen authentischen Weg der Nachfolge zu entwickeln. Seiner Ansicht nach gäbe es eine Sensibilität und Sehnsucht bei den Menschen, das sei Auftrag und Chance zugleich für die Kirche und die Ordensgemeinschaften. Er bestärkte die Klosterfrauen darin, ihren Weg des „ora et labora“ weiterzugehen, denn das Kloster Lichtenthal sei eines der Klöster der Erzdiözese Freiburg, dessen Kontinuität seit über 770 Jahren Bestand habe.

Wie sich das klösterliche Leben in den vergangenen Jahren verändert hat, darauf ging die Äbtissin ein und konnte aus eigener Erfahrung von einem großen Wandel gerade in jüngster Zeit berichten. So habe man den  Spagat geschafft, Tradition zu bewahren und Neues zu wagen. So habe man den Klosterhof neu angelegt, ein Gästehaus und ein Café eingerichtet. Außerdem gebe es Angebote für interessierte Besucher, die in der Stille der Klostermauern Kontemplation und zu sich selbst finden wollen. So habe sich das Kloster im wahrsten Sinne des Wortes geöffnet. „Diese Dynamik, welche auf Begegnung setzt, ist wichtig und „Kloster“ wird so neu gedacht. Denn wir müssen uns als Ordensgemeinschaft zeigen“, so die Äbtissin. Weihbischof Gerber zeigte sich dankbar für diesen Prozess und stellte die Wichtigkeit des „Sich-Austauschens“ unterhalb der Klöster dar.

Auch die Vorsitzende des Freundeskreises, Ursula Lazarus, konnte aus eigener Erfahrung vom Kontakt mit dem Kloster berichten. Sei es als Vorsitzende selbst, aber auch als ehemalige Schülerin der Grundschule des Klosters und auch als Landespolitikerin. Dabei lag ihr immer die Bildung sehr am Herzen. Die in staatlicher Trägerschaft befindliche Grundschule sei aus ihrer Sicht ein wichtiges Bindeglied des Klosters in die Stadt und zur Bevölkerung. Weihbischof Gerber bekräftigte dies: „Bildung ist auch Herzensbildung. Auch das ist wichtig für die Klöster und somit ein wichtiger Auftrag!“